Training daheim, Ziele/Pfeilfänge

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    • Training daheim, Ziele/Pfeilfänge

      Hallo!
      Wenn wir während der kalten, unwirtlichen Jahreszeit in Form bleiben wollen oder, noch besser, unsere Form verbessern wollen, dann ist es hilfreich auch daheim üben zu können. Natürlich ist es oberstes Gebot, Familienmitglieder, andere Menschen, Haustiere und edle Einrichtungsgegenstände vor Schaden zu bewahren.

      Zu diesem Zweck wäre natürlich ein Keller gut geeignet, der eigene Wohnbereich ist aber allemal noch etwas gemütlicher. Folgende Anregungen möchte ich vorausschicken: die gewählte Schuss-Strecke sollte keine "Durchgangsstraße" queren bzw. von einer solchen gequert werden. Durchgangsstraßen sind z.B. die Wege von/zu Bad & WC. Die Strecke sollte maximiert werden - außer man bewohnt ein Stadtpalais, dann kann man die Strecken auch vorher begrenzen, sagen wir mal mit 40 Metern. ;) Nun, ich bewohne kein Stadtpalais, ich habe eine Strecke mit 12 - 13 Metern zur Verfügung. Ein weiteres Kriterium ist, dass am Zielende kein Fenster, keine Öffnung nach Außen und keine "edlen" teuren Einrichtungsgegenstände existieren sollten. Eine weiß gestrichene Mauer, am besten Altbestand und NICHT Gipskarton wie in vielen Dachbodenausbauten ist am besten.
      Warum weiß gestrichen? Nun, selbst wenn man noch so gut ist - irgendwann passiert es - oder irgendwann stoppt der Pfeilstopp nicht. Eine weiße Wand ist mit etwas Gips/Moltofill und Wandfarbe in Minutenschnelle wieder wie neu - nach dem Hoppala.

      Aber nun zum Kernstück: worauf zielen wir? An dieser Stelle eine Frage an die Moderatoren, deren Beantwortung wohl auch bei anderen Zubehörteilen bzw. Bogensportprodukten hilfreich ist: dürfen in diesem Forum Produkte genannt und ihre Erfahrungen mit ihnen bewertet werden? Wo ist die Grenze zur Werbung? OK, ich pirsche mich einmal an. ;)

      Ich habe nunmehr seit etwa zwei Wochen die zweite Lösung der Aufgabe in Dienst gestellt, und bin durchwegs zufrieden. Es ist dies ein weißer Schaumstoff (?) - Block, Dimension 100x100x20,5 cm. Das Mittelteil ist rund, Durchmesser 24 cm und austauschbar. Auch das Mittelteil ist weiß. Da ganze steht frei auf einer kleinen Holzkiste die etwa 30 cm hoch ist. Hinter dem Block hängt lose (!) vierfaches Pfeilfangmaterial (fließartig, auch weiß). An den Ösen der Pfeilfangmatte habe ich kurze Schlingen befestigt, die führen nach oben, zum Oberteil des Blocks, dort sind sie je links und rechts an einem Stift (Reste gekürzter Pfeilschäfte) der einfach in den Kunststoff gesteckt ist angehängt. Man könnte auch Bleistifte nehmen, wenn man noch nie einen Pfeilschaft gekürzt hat ;)

      Die erste, ältere Variante hatte die Dimension 80x80x18 cm, das Mittelteil war ebenfalls austauschbar und hatte etwa 27 (?) cm Durchmesser. Schwarz. Der Block war nicht nur kleiner (weniger Sicherheit), sonder deshalb auch leichter. Er stand auf einem dafür vorgesehenen Zielhalter (also so etwas wie einer Staffelei).

      Die neue Variante hat mehrere Vorteile gegenüber der alten Variante:

      a) größer, mehr Sicherheit
      b) weißes Zentrum - sauberer Dreck (Scherz, aber die weißen Brösel sind weniger aufdringlich als die schwarzen - wegputzen muss man dennoch, aber das Material ist auch weniger bröselig.
      c) der Block ist insgesamt schwerer - weil größer. Er ist bewusst freistehend, denn dadurch wird ein Teil der Geschoßenergie durch leichtes Zurückfedern aufgefangen. Die Pfeile dringen zwar noch durch die Mitte, sehen dort aber nur wenige Zentimeter hervor. Der letzte Rest Sicherheit wird durch
      d) die hinten lose herunterhängende Pfeilfangmatte erreicht. Vernichtet die Restenergie. Achtung: nicht aufspannen, nur lose herunterhängen lassen, das wirkt am effektivsten.
      e) es wird keine "Staffelei" benötigt - d.h., obwohl der Block größer ist (100x100cm) ist das ganze Gebilde weniger aufdringlich und leichter zu rangieren.


      Alles in allem kann ich eine solche Lösung für das Üben daheim nur empfehlen!

      OK, das war's. Ich hoffe, ich habe hier einen positiven Beitrag leisten können. Für Feedback und eigene, vielleicht völlig anders gelagerte Erfahrungen und Lösungen wäre ich dankbar. Liebe Grüße aus Wien.
    • Hallo Harald,

      danke für die Erklährung , ist sehr interessant und das eine oder andere für manch einen somit sehr gut umsetzbar.
      Was das Werbetechnische angeht ist alles ok . Solange neutral berichtet wird sollte alles ok sein . Ja ich weis, was ist neutral , aber nicht alles ist unbedingt schlecht oder gut vom Hersteller oder Vertrieb.

      LG Toddy
    • Harald schrieb:

      Hallo!
      Wenn wir während der kalten, unwirtlichen Jahreszeit in Form bleiben wollen oder, noch besser, unsere Form verbessern wollen, dann ist es hilfreich auch daheim üben zu können. Natürlich ist es oberstes Gebot, Familienmitglieder, andere Menschen, Haustiere und edle Einrichtungsgegenstände vor Schaden zu bewahren.


      @Harald, das kann ich gut verstehen :) . Kenne da andere Schützen, die auch quer durch die Wohnung schießen bei schlechtem Wetter. Kann jeder halten wie er will, hinter der Tür ist ja alles (zum Glück) noch privat .

      Harald schrieb:

      Aber nun zum Kernstück: worauf zielen wir? An dieser Stelle eine Frage an die Moderatoren, deren Beantwortung wohl auch bei anderen Zubehörteilen bzw. Bogensportprodukten hilfreich ist: dürfen in diesem Forum Produkte genannt und ihre Erfahrungen mit ihnen bewertet werden? Wo ist die Grenze zur Werbung? OK, ich pirsche mich einmal an.


      Verkaufst Du die #Zielscheibe Privat, dann ab damit in den Marktplatz. Willst Du diese gewerblich verkaufen, bitte unter "Gewerliche Angebote" posten, gerne mit Link zu der Bezugsquelle. Denke die wenigsten haben was gegen #Werbung, wenn diese auch als solche zu erkennen ist.
      Könntest die Zielscheibe auch prima im DIY Blog präsentieren, falls primär nicht darüber diskutiert werden soll.
    • @Mayordomo: Du hast mich missverstanden. Ich will gar nichts verkaufen. Ich habe lediglich von meinen Erfahrungen - und mit dem meiner Meinung nach optimierten Einsatz (Bsp. freistehende Zielscheibe s.o.) - käuflich erhältlicher Produkte berichtet.

      Offensichtlich habe ich mich nicht klar ausgedrückt: bei meinem Beitrag handelt es sich um meine Erfahrungen und um die Anregung an Andere, die ihren zu teilen. Meine "Frage an die Moderatoren" ist so zu verstehen, ob es zulässig ist, die Bezugsquellen/Markennamen der besprochenen Produkte zu nennen. Mir persönlich ist es völlig gleichgültig, was wer wo kauft.
    • Insgesamt kann ich Haralds Erfahrungen nur bestätigen. Ich habe meinen Flur auch zur Pfeilflugschneise erklärt... :) Ist ne feine Sache. Man sollte es aber besonders in den Abendstunden nicht übertreiben. Das von uns so geliebte "PLOPP" ist indoor doch vergleichsweise laut. Also besser mal mit den Nachbarn sprechen... Beste Grüße, Carsten
    • Hallo Carsten,
      den Nachbareffekt habe ich nicht berücksichtigt, danke für die Ergänzung. :) Ich habe das Glück, dass ich keine Nachbarn stören kann, daher von mit nicht bedacht… Wie sind Deine Erfahrungen, hast Du die Zielscheibe fixiert, oder steht sie auch frei, d.h. nutzt Du Ihre natürliche Tendenz einen Teil der Energie durch Rückwippen zu vernichten? Ich bin eigentlich nur durch Zufall auf diesen Effekt gekommen, weil die "Staffelei" nicht zum größeren Kunststoffblock passte. Also einfach aufgebockt - und siehe da, die Pfeil durchdringen zwar immer noch das Ziel, sie stoppen aber wesentlich früher, ein vollständiges Durchschießen droht nicht mehr. Die zusätzlich dahinter aufgehängten Matten tun ein Übriges..
      Bilder
      • Zielvonhinten.jpg

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      • Zielvonvorne1.jpg

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    • Bin gespannt, wie's bei Euch funktioniert. Die Zielscheibe muss - nach meinen Erfahrungen - schwer genug sein, dass sie nicht durch die Wucht nach hinten kippt. Ich schieße mit bis zu 574 Grain schweren Heavy Hunter mit div Bögen - von 30 lbs Long Bow bis zu 46 lbs Recurve auf eine Distanz von ca 12m. Die Scheibe schwingt zwar nach hinten, kommt aber wieder nach vorne. Die kleinere (80x80) Variante kippte sofort nach hinten um.

      Natürlich könnte man die Scheibe auch aufhängen, das ist aber mit größerem Aufwand verbunden (Dübel und Haken in die Decke), außerdem würde sie stark schwingen (außer man baut sich unten vorne und hinten wieder Stopps auf - schwere Gegenstände, die nur eine gewisse Aplitude es Schwingens zulassen.

      Einfacher ist m.A. nach meine stehende Variante. Wenn man noch schwerere Kaliberr schießt (Warbow, anyone ;) ), kann man die Scheibe ja unten beschweren. Ein anderes "Laster" von mir ist der Flugmodellbau... daher könnte ich einfach Stahlstangen, wie man sie als Ballast für Hangflieger verwendet in die Basis der Scheibe stecken (ganz unten, und in Pfeilflugrichtung, damit die Chance gering ist, mit dem Pfeil einen Zerstörungsprobe auf der Stahlstange zu riskieren ;-)) Zu fest sollte die Scheibe aber nicht "geerdet" sein, sonst schwingt sie nicht ausreichend wir haben wieder den klassischen Duchschuss...
    • Harald, auf Deine Frage: Ich benutze 3 Lagen Polyvinylscheiben (das ist dieses geschredderte Zeug, das die schwarzen Krümel macht... ;-)) , die Packung ist etwa 25 cm dick. Habe ich fest an der Wand. Wenn ich die durchgeschossen habe, versuche ich es einmal freistehend mit Fangnetz wie Du. Klingt überzeugend. Beste Grüße, Carsten
    • Meine Wohnung gibt eine Indoorbahn nicht her, insofern bleiben mir im Winter nur die "offiziellen" Hallentrainingszeiten.
      Vor etlichen Jahren (in den 80ern) ergab es sich, dass ich des öfteren die Wochenenden bei den Schwiegereltern verbrachte.
      Da gab es einen Dachboden, mit Kammern an den Außenseiten, und "in der Mitte" wurde die Wäsche zum trocknen aufgehängt.
      Ich bastelte mir einen Dämpfer (2 Bretter, 2 Gewindestangen, gefaltete Zeitungen) - ja, das waren damals noch andere Zeiten...
      Nach ca 15 Minuten ging die Tür auf und eine Frau stand da mit fragenden Augen.
      Es stellte sich heraus, dass sie in der obersten Etage wohnte (also gleich unterm Dachboden) und es war ihre Katze, die etwas aufgeregt durch ihre Wohnung strich...
      Das Tierchen hatte das Plom / Klack - wie auch immer zu benennen - gehört.
      Gewöhnte sich aber nach weiteren 30 min dran und es gab - auch an späteren Wochenenden - keine weiteren Besuche durch "Frauchen".
    • Ich habe nen Dachboden, der als a) teilmöblierte Kleiderkammererweiterung, b) Wäscheküche und Trockenkammer, c) Fitnessraum und d) Schießbahn für Bogen und. Luftgewehr dient... Ca 8 meter Distanz auf einen Rinehartwürfel und eine Ratte...beide plaziert übereinander auf einem alten Küchenhängeschrank, in dem sich dann ein Klappfallziel und ein Kasten fürs Luftgewehr befinden. Hinter Würfel und Ratte befindet sich eine 80*80 Etofoamplatte und dahinter ein uraltes Türblatt als letzte Bartiere vor der Wand...
      Der Bogen geht zum Pflock...bis er bricht!
    • Nachdem ich wirklich viel Schiesse - das tägliche Schiessen nach dem Heimkommen vom Büro wirkt entspannend und erfrischend - muss ich etwa alle 3 bis 4 Wochen die Mitte meiner Zielscheibe austauschen. Leistbar, aber ärgerlich.

      Ich habe nun eine Idee ausprobiert, die zwar nicht neu ist, die ich aber bisher einfach noch nicht in Erwägung gezogen habe - und die auch, so glaube ich. nicht so weit verbreitet ist, wie sie es verdienen würde.

      Der normale, gemeine Jutesack! Ich habe solche erstanden (gibt's per drei Stück via Amazon um ca. 10 Euro, aber das ist vermutlich schon der Luxuspreis - wohl meist verwendet, um edle Rosenstücke für's Überwintern zu schützen. An Märkten als Verpackung oder in der Landwirtschaft gibt es sie sicher um einen Bruchteil dieses Preises).

      Ich habe einen Sack mit Zielscheibenmittenresten (auf etwa faustgroße Stücke zerschnitten) gefüllt, habe ein altes Hemd und ein altes Badetuch (verschlissen) hinzugefügt und das ganze an einem Haken aufgehängt. Freischwingend wäre wohl nicht schlecht, ich habe aber mit dem Platz gegeizt (will meine Range maximal halten) und daher schwingt der Sack nicht frei, sondern hängt lose entlang der Scheibe (i.e. ein Backstopp zur Sicherheit) herab.

      Ich war begeistert! Die Energievernichtung ist phänomenal. Wo meine Pfeile (um die 45 lbs, knapp über 10m Entfernung) in die Zielscheibenmitte bei den ersten Schüssen, selbst wenn sie noch frisch war, schon ziemlich tief eindrangen, drangen sie in den lose gefüllten Sack nur etwa halb so tief oder sogar noch weniger ein. Das liegt daran, dass die Stücke im Sack jeder für sich zurückweichen, sich gegeneinander verschieben und somit Energie vernichten. Und der ganze Sack kann auch noch etwas gegen die Scheibe zurückweichen - zusätzliche Energieaufnahme.

      Fazit: ich werde zwar für Testzwecke (neue Bögen, neue Pfeile, neue Bogen/Pfeil Kombinationen) weiterhin auch Scheibenmitten erwerben, aber in Hinkunft viel weniger - und die verbrauchten Scheibenmitten haben ein zweites Leben als Füllstoff für die Säcke. Und die Säcke werden natürlich auch nicht ewig halten, aber bei deren Stückpreis ist das nicht schlimm. Die Löcher, die im lockeren Gewebe entstehen, die ziehen sich übrigens gleich wieder zu. Sehr nett. Zum selber Ausprobieren für Vielschützen empfohlen. :)
    • Hallo Harald.Eine Indoorschießbahn ist bei uns in der Wohnung leider nicht machbar da das Risiko einfach zu groß ist das mir Frau oder Kinder in die Schussbahn laufen.Ich schieße draußen im Hof auf maximal ca 25 Meter.Ich hab dort vor dem Garagentor ein Klappsystem mit einer 80x80 cm Ethafoamscheibe 14 cm dick angebracht.Die ist in ca 1 Minute stratklar.Auto vom Opa aus der Garage raus stellen,2 Stifte ziehen und Scheibe runterklappen.Als Pfeilfang dient mir die Garagenrückwand aus Bimsstein vor der ein alter Schrank steht.Das ist zwar nicht unbedingt Pfeilfreundlich aber dafür Sicher^^Da bin ich aber am tüfteln ob ich an der Garagendecke eine Schiene anbringe wo ich ein Fangnetz oder einen alten Teppich aufhängen und seitlich schnell wegschieben kann.Es ist halt die Garage meines Vaters und da sollte alles schnell und einfach aufräumbar sein da ich es ja nicht stehen lassen kann.Mittlerweil ist über der Scheibe auch ein Licht angebracht so das ich auch in der Dämmerung länger schießen kann.Gegen Kälte hilft halt nur die gute alte Winterkleidung was aber durch die neuartigen Stoffe wie Softshell und so weiter aber auch gut geht.Die Hände kann man je nachdem mir Fahrradhandschuhen etwas warm halten. Zur Not könnte ich noch in die Feldhalle meiner Schwiegereltern (Obstbauern) ausweichen.Die ist ca 30 Meter lang^^Aber auch dort sollte halt alles auch wieder weggeräumt werden .Vorteil:Dach überm Kopf und Isoliert :Nachteil Licht nur über Aggregat und viel Aufwand mit Auf und abbauen bis es los gehen kann.

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